„Hinter der Dürrmühle kurz vor Mechern führt ein alter Weg durchs Monbachtal am Bach hoch zur Gemarkung „Langsoor“. So heißt die flache Geländemulde zwischen „Steinhomburger Berg“ (376 Meter) und dem gegenüberliegenden „Nackberg“. (Artikel Sverre Arstad)
Heute erstreckt sich der Flur Langsaar im Bereich des Homburger Bergs. Arstad erwähnt die Gemarkung „Loongsoor“, die auch von Dr. Anton Jacob im Bezug auf römische Funde Erwähnung findet, man kann also davon ausgehen das die Gemarkung Longsoor früher eine größere Ausdehnung hatte als der heute gleichnamige Flur. Sie erstreckte sich wahrscheinlich von der Talmulde bis auf die „Homburger Höhen“.
„Unterhalb der Steinhomburger Bergkuppe kreuzt dieser Monbachweg auf der Höhe den bekannten „Silwinger Butterpfad.
Bereits eine Matheiser Klosterurkunde des 13. Jahrhunderts nennt diesen Weg. Heute ist er bloß noch ein vernachlässigter Feldweg. Doch muß er einst von größerer Bedeutung gewesen sein.“ (Artikel Sverre Arstad)
Ein Weg durchs Monbachtal am Bach entlang ist nicht mehr erkennbar, auch auf Karten nicht.
Wenn die Silwinger und Biringer Bauern in früheren Jahren mit ihren landwirtschaftlichen Produkten zum Markt nach Merzig wollten, benutzten sie, statt den langen Umweg durchs Mondorfer Bachtal, die bedeutende Abkürzung über den Berg und damit hatte auch der Stichpfad seinen Namen bekommen. In aller Herrgottsfrühe machten sich an den Markttagen in Merzig die Bauern auf den Weg. Vor Hilbringen führte der Pfad steil zu Tal in den Saargau. Von hier ging es auf der festen Provinzialstraße über die Saarbrücke nach Merzig. Oder vor dem Bau der Brücke durch die Furt. Der Butterpfad selbst war ein schmaler, meist nur zu Fuß oder mit einfachem Zugtier nutzbarer Weg für den täglichen Transport von Butter und anderen Waren.
Ackerzusammenlegung, Flurbereinigung und moderne Landwirtschaft haben viele alte Hohlwege und Feldpfade eingeebnet oder überpflügt.
Aufforstung und natürliche Sukzession haben ehemalige Trassen im Wald innerhalb weniger Jahrzehnte völlig verschwinden lassen.
Interessant das der Butterpfad auch noch nach dem Krieg benutzt wurde. Walter Hoffmann (89) aus Silwingen erzählte mir nachdem in den 1950ziger Jahren der Bus die Preise erhöhte wurde von vielen zeitweise der alte Butterpfad benutzt um ein paar Groschen zu sparen. Heute unvorstellbar.
Karten:
Rot Butterpfad.
Blau Weg durch den Monbach früher Straße nach Waldwisse bevor die Nau Stross unterhalb des Nackberges durch den Heidwald nach Waldwisse gebaut wurde (Beginn des Baues 1884). – Orange Römerstraße laut Dr. Jacob.
Der Teil des Butterpfades, gestrichelte Linie, auf der Karte1957/65 ist heute nicht mehr vorhanden. Muss man mal im Gelände überprüfen.
Quellen: Der Silwinger Butterpfad von Sverre Arstad SVZ 12.08.1955“ – Daten Dr. Anton Jacob – Erwähnte Karten.
Arstad hat diese Informationen mit Sicherheit von alten Silwinger Bürgern. Möglich das dieser Pfad schon zu Anfangszeiten des Merzig-Saargauer Hochgerichts benutzt wurde.

Die Wald-, Kultur- und Siedlungskarte der Rheinprovinz 1801-1820 („Kuphal-Karte“)
Rot Butterpfad.
Blau Weg durch den Monbach früher Straße nach Waldwisse bevor die Nau Stross unterhalb des Nackberges durch den Heidwald nach Waldwisse gebaut wurde (Beginn des Baues 1884).
Rot Butterpfad.
Blau Weg durch den Monbach früher Straße nach Waldwisse bevor die Nau Stross unterhalb des Nackberges durch den Heidwald nach Waldwisse gebaut wurde (Beginn des Baues 1884).

Urmeßtisch Blätter 1847-1878. Rot Butterpfad.
Blau Weg durch den Monbach früher Straße nach Waldwisse bevor die Nau Stross unterhalb des Nackberges durch den Heidwald nach Waldwisse gebaut wurde (Beginn des Baues 1884).
Blau Weg durch den Monbach früher Straße nach Waldwisse bevor die Nau Stross unterhalb des Nackberges durch den Heidwald nach Waldwisse gebaut wurde (Beginn des Baues 1884).

1857-1965. Rot Butterpfad.
Blau Weg durch den Monbach früher Straße nach Waldwisse bevor die Nau Stross unterhalb des Nackberges durch den Heidwald nach Waldwisse gebaut wurde (Beginn des Baues 1884). – Orange Römerstraße laut Dr. Jacob.
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