In der Mitte des 20. Jahrhunderts war der Saargau noch tief von der bäuerlichen Tradition geprägt. Damals waren Äpfel und Birnen für die Landwirte weit mehr als nur Beilage – sie lieferten das tägliche Hausgetränk, den „Viez“. Auch wenn die ganz großen Zeiten des Obstanbaus heute teils vergangen sind, blickt dieses Getränk auf eine fast zweitausendjährige Geschichte zurück.
Sie sind die Grundlage für ihr traditionelles Hausgetränk: den Viez. Der Name selbst ist ein Relikt aus der Römerzeit, als das Gebiet zwischen Saar und Mosel noch zum Reich der Treverer gehörte. Die Römer nannten den Obstwein der Einheimischen damals respektvoll bis pragmatisch vicevinum – also „Weinersatz“. Im Laufe der Jahrhunderte schliff sich dieser Begriff zum heutigen „Viez“ ab, während man in Süddeutschland eher vom „Most“ (abgeleitet vom lateinischen mustum für Saft) spricht.
Von Wildfrüchten zur edlen Sorte
Früher dienten vor allem herbe Wildbirnen und Holzäpfel als Basis. Heute setzen die Kelterer auf saftreiche Spezialsorten, allen voran die bekannten Trierer roten und weißen Holzäpfel. Auch die Herstellung hat sich gewandelt: Wo früher schwere, von Pferden gezogene Steinkeltern auf den Höfen standen, erleichtern heute meist elektrische Obstmühlen die Arbeit. Größere Lohnkeltereien mit angeschlossenen Brennereien sorgen zudem dafür, dass selbst der Trester (die Pressrückstände) nicht verloren geht, sondern zu hochwertigem Branntwein veredelt wird.
Qualität und Geselligkeit
Viez ist nicht gleich Viez. Die Qualität steht und fällt mit dem verwendeten Obst, und so mancher erstklassige Apfelwein stellt geschmacklich sogar einfache Traubenweine in den Schatten. Früher gab es zudem eine klare Hierarchie beim Ausschenken:
-
Der „Pick“: Ein sehr dünner Viez, der entstand, wenn der Trester ein zweites Mal mit Wasser aufgegossen wurde.
-
Der „Maiengänger“: Dieser verdünnte Obstwein wurde Gästen bei den „Maien“ gereicht – jenen geselligen Zusammenkünften an langen Winterabenden.
Nach „sie sind die Grundlage für ihr traditionelles Hausgetränk: den Viez. Der Name selbst ist ein Relikt aus der Römerzeit, als das Gebiet zwischen Saar und Mosel noch zum Reich der Treverer gehörte. Die Römer nannten den Obstwein der Einheimischen damals respektvoll bis pragmatisch vicevinum – also „Weinersatz“. Im Laufe der Jahrhunderte schliff sich dieser Begriff zum heutigen „Viez“ ab, während man in Süddeutschland eher vom „Most“ (abgeleitet vom lateinischen mustum für Saft) spricht.
Von Wildfrüchten zur edlen Sorte
Früher dienten vor allem herbe Wildbirnen und Holzäpfel als Basis. Heute setzen die Kelterer auf saftreiche Spezialsorten, allen voran die bekannten Trierer roten und weißen Holzäpfel. Auch die Herstellung hat sich gewandelt: Wo früher schwere, von Pferden gezogene Steinkeltern auf den Höfen standen, erleichtern heute meist elektrische Obstmühlen die Arbeit. Größere Lohnkeltereien mit angeschlossenen Brennereien sorgen zudem dafür, dass selbst der Trester (die Pressrückstände) nicht verloren geht, sondern zu hochwertigem Branntwein veredelt wird.
Qualität und Geselligkeit
Viez ist nicht gleich Viez. Die Qualität steht und fällt mit dem verwendeten Obst, und so mancher erstklassige Apfelwein stellt geschmacklich sogar einfache Traubenweine in den Schatten. Früher gab es zudem eine klare Hierarchie beim Ausschenken:
-
Der „Pick“: Ein sehr dünner Viez, der entstand, wenn der Trester ein zweites Mal mit Wasser aufgegossen wurde.
-
Der „Maiengänger“: Dieser verdünnte Obstwein wurde Gästen bei den „Maien“ gereicht – jenen geselligen Zusammenkünften an langen
Winterabenden.“ von Dr. Anton Jacob, Mondorf 1943


Views: 0
