Clientseitiges Scannen (CSS) in der EU

Clientseitiges Scannen (CSS) in der EU: Warum Signal und Threema bald nicht mehr sicher sein könnten

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Wenn die EU das Clientseitige Scannen (CSS) verpflichtend einführt, wären vertrauliche Nachrichten über verschlüsselte Messenger kaum noch möglich. CSS greift direkt auf Smartphones und Computer zu und scannt Inhalte vor der Verschlüsselung. Damit wäre echte Privatsphäre praktisch beendet – und selbst sichere Dienste wie Signal und Threema wären nicht länger zuverlässig.

Was ist Clientseitiges Scannen (CSS)?

CSS bedeutet, dass Nachrichten, Bilder, Videos oder Dateien bereits auf deinem Gerät geprüft werden, bevor sie verschlüsselt versendet werden.
Damit wird die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung technisch ausgehöhlt, obwohl sie äußerlich bestehen bleibt.

Das Ergebnis: Die Geräte der Nutzer selbst werden zu Überwachungswerkzeugen.

Warum Signal und Threema bisher als sicher gelten

  • vollständige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE)
  • quelloffene Protokolle (Signal-Protokoll)
  • keine Nutzerdaten, Metadaten oder Profile
  • unabhängige, nicht kommerzielle Betreiber

CSS würde diese Sicherheitsmerkmale de facto wirkungslos machen.

Aktuelle Lage: Signal und Threema reagieren (Stand November 2025)

Signal warnt vor EU-Ausstieg

  • Ankündigung: Rückzug aus der EU, wenn CSS verpflichtend wird
  • Grund: CSS mache echte vertrauliche Kommunikation unmöglich

Threema stuft CSS als grundrechtswidrig ein

  • hält CSS für nicht mit EU-Grundrechten vereinbar
  • bereitet rechtliche Schritte vor
  • warnt vor gefährlichen Sicherheitslücken durch Geräteüberwachung

Welche Risiken das Clientseitige Scannen bringt

CSS wird offiziell zur Erkennung von Missbrauchsinhalten (CSAM) eingeführt – die Technologie kann jedoch leicht erweitert werden.

Die wichtigsten Risiken im Überblick

  • Umgehung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
  • Fehlalarme (False Positives), die zu Ermittlungen gegen Unschuldige führen
  • Massenüberwachung, da jedes Gerät permanent durchsucht wird
  • politische Zweckausweitung: von Terrorismus bis Urheberrecht
  • neue Angriffsflächen für Hacker, Behörden oder Geheimdienste

Für Gruppen, die besonders auf Privatsphäre angewiesen sind – Journalistinnen, Aktivistinnen, Berufsgeheimnisträger – wäre CSS ein ernsthaftes Risiko.

Was Nutzer jetzt tun können

Solange CSS nicht umgesetzt ist

Signal bleibt der sicherste Messenger, vor allem im Vergleich zu WhatsApp
Threema ist ebenfalls zuverlässig, besonders datensparsam
✔ Möglichst nur Messenger mit echter E2EE ohne Serveranalyse nutzen

Falls CSS doch kommt

  • selbstgehostete Systeme wie Matrix/Element (mit E2EE)
  • Nicht-EU-Dienste, die sich nicht an EU-Vorgaben halten
  • Offline-Kommunikation, wo notwendig (z. B. persönliche Gespräche)

Behalte unbedingt die laufenden EU-Entscheidungen im Blick – diese ändern sich derzeit schnell.


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  • Alle Nachrichten werden vor der Verschlüsselung auf deinem Gerät gescannt.
  • E2EE bleibt äußerlich bestehen, wird aber technisch ausgehöhlt.
  • Ermöglicht Überwachung direkt auf Smartphone oder PC.
  • Risiken: Fehlalarme, politische Ausweitung, Sicherheitslücken.

 

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