Wie Phönix aus der Asche- Die Meinsberg

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Die Meinsberg war im Laufe der Zeit immer wieder Gegenstand eines Zeitungsartikels. Ein Artikel vom Oktober 1953 berichtet unter anderem auch darüber wie im Laufe der Zeit mit der Bausubstanz umgegangen wurde. Aber auch andere Quellen berichten darüber. Hier nun eine Zusammenfassung.

Sogar die französische Revolution konnte der Burg nichts anhaben. Aber nach der Revolutionszeit mit dem letzten Pächters der Ländereien um die Burg, Pierre Breidt, der einen Bauernhof dort einrichtete begann langsam der Verfall.

Das einstige Herrenhaus wurde zu einem bäuerlichen Familiensitz umgewandelt, mit Stallungen und Scheunen. Ein mächtiges Tor, umgeben von einem ehemaligen Wallgraben, diente als einziger Eingang. Der Bauer füllte den Graben auf, um die kostenintensive Zugbrücke zu vermeiden. Im imposantesten Turm, dem Laternenturm, befand sich einst die Burgkapelle, von der heute nur noch wenige Reste existieren. Das Schloss, während des letzten Krieges im Niemandsland gelegen, wurde durch Beschießungen und mutwillige Zerstörung stark beschädigt. Das Wohngebäude stürzte ein, die Türmaufgänge sind unbenutzbar. Teile der Toranlage wurden abgebaut.

Der letzte Besitzer der bis zum Jahre 1939 seine Bauernwirtschaft betrieb, sollte vom Staat eine neue Ansiedlung erhalten. Der letzte Besitzer hatte seinen Wohnsitz in dem Dörfchen Tüntingen, von wo aus er sein Anwesen bewirtschaftete. Nach langer Zeit, erstand ein neuer Hof in unmittelbarer Nähe der Burg. Unsere Hoffnungen ruhten darauf, dass nach der Errichtung dieses Bauernhofs auch die dringend benötigte bauliche Sicherung der Burg erfolgen würde, und man war damals der Überzeugung, dass dem Bauwerk eine angemessene Sorge zuteilwürde.
Aber nach dem Richtfest des neuen Bauernhofs wurden traurige Entdeckungen gemacht, die nicht eine weitere Zerstörung aufdeckten.
Dafür muss aber ein Blick auf ein ähnliches Ereignis vor 150 Jahren geworfen werden. Nach den Wirren der Französischen Revolution mussten die verarmten Herren von Blockhausen und Geisen die Meinsburg mit ihren Ländereien verkaufen. Der letzte Pächter der Burg und der Ländereien, Pierre Breidt, ein aufgeklärter lothringischer Bauer, erwarb den Besitz und begann seine Herrschaft mit der Zerstörung der prachtvollen Kapelle. Er ließ sie abreißen und verwendete die wunderbaren Sandsteine für einen Schuppen im Burgbering. Aus den Resten erbaute er dann einen Schuppen im Burgbering. Das Zerstörungswerk dieses auf- geklärten Bauern ist seither oft getadelt worden und wird von Kunst- und Heimatfreunden heute noch bedauert. Kein Mensch dachte daran, daß sich 150 Jahre später etwas Ähnliches zutragen würde! Dieses Werk des aufgeklärten Bauern wurde oft kritisiert und wird noch heute von Kunst- und Heimatfreunden bedauert. Niemand hätte damals gedacht, dass sich 150 Jahre später Ähnliches ereignen würde!
Im Frühjahr 1953 begann der Neubau des Bauernhofs in der Nähe der Burg. Aufgrund der Kriegszerstörungen wäre die Herrichtung der Burg als Bauernsitz schwierig gewesen, und man freute sich auf die Renovierung und Erhaltung als Jugendburg. Doch es kam anders. Beim Bau des Hofes benötigte man Steine, und man bediente sich wieder aus der nächsten Quelle.
Es wiederholte sich traurigerweise das Werk von 1804. Wer dies anordnete, bleibt unklar. Zunächst wurde die gesamte Toranlage zwischen den Türmen entfernt und im Neubau verbaut. Selbst der Torbogenschlussstein mit dem Wappen der Herren von Sierck-Moncler verschwand. Man riss die letzten Bogen und Rippen eines Söllers am Herrenhaus weg, zerschlug und verbarg sie. Alte, prächtige Tür- und Fenstersteine wurden herausgerissen und zertrümmert, bevor man sie im Neubau verwendete. Selbst an den letzten Resten der Spitzbogen im Kapellenturm wurde Hand angelegt.
Wie wir wissen hat es aber doch ein gutes Ende genommen. 1975 kaufte das Département Moselle die Ruine und ließ sie restaurieren. 1998 waren die Arbeiten abgeschlossen. Heute eine viel besuchte prächtige Anlage, gleich um die Ecke …
Zeichnung 1894 Marcelin Germain
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