Den Kuckuck schon gehört am Kuckuckstag?

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Also bei uns hier noch nicht und auch an die letzten Jahre kann ich mich nicht dran erinnern.
Aus meiner Kindheit aber schon. Da wartete man irgend wie schon sehnsüchtig darauf und man wollte der erste sei den der Ruf hörte.
Das kam auch daher das man das schon von früh an von der Oma erzählt bekam.
Die Anzahl der Kuckucksrufe, die man höre, entspräche der Anzahl der noch zu erwartenden Lebensjahre, sagte man.
Man sollte man sich an diesem Tage mit einer gut mit Kleingeld gefüllten Börse aufmachen zu einem Waldspaziergang. Ertönt dann der Ruf des Kuckuck, so sollte man darauf klopfen und hatte dann das ganze Jahr über genug Geld darin. Aber wehe man vergaß es.
Auf der Annahme seiner Allwissenheit beruht denn auch die noch heute viel gebrauchte Redensart: „Das weiß der Kuckuck!“
Wobei ich mir nicht sicher bin das dieser Spruch von Jüngeren noch.
Nicht zu vergessen „Hol Dich der Kuckuck“ der In alten Zeiten galt der Kuckuck als Verkünder des nahenden Lenzes.
„Man hält nach der alten Regel dafür, dass er auf den St. Tiburtiustag (14 April) zu rufen anfangen muss“.
Tiburtius (14. April) kommt mit Sang und Schall, er bringt uns Kuckuck und Nachtigall.
Am fünfzehnten April der Kuckuck singen soll und müsst er singen selbst aus einem Baum, der hohl.
Am Tiburtiustag, / alles grünen mag.
Grüne Felder am Tiburtiustag, ziehen viel Getreide nach.
Tiburtius kommt uns sehr gelegen, / mit seinem grünen Blättersegen.
Diese Bauernregeln deuten darauf hin, dass Mitte April der Kuckuck von Afrika her kommend wieder Deutschland erreicht. Der Vogel ist dabei meistens so pünktlich, dass der 14.4. /bzw. 15. 4 warum im Volksmund es auch „Kuckuckstag“ heißt.
Es scheint aber so das schon einige Zeit der Kuckuck oft früher eintrifft. Jahresvergleiche haben aber ergeben dass die Mehrheit der Kuckuck-Meldungen in der zweiten Aprilhälfte eingehen.
Aber weil Kuckucke vor allem bei gutem Wetter rufen können Schwankungen in den Daten auch witterungsbedingt sein,
Schon der um 160 v. Chr. lebende Naturkundige Nikandros von Kolophon nennt den Kuckuck ausdrücklich, Frühlingsvogel“. Daher kann auch Uhland den frühschreierischen Gucku“ mit Recht den berufs- mäßigen Stimmführer und Herold des nahenden Sommers nennen.
Plinius erzählt, dass man an der Stelle, wo man den ersten Kuckucksruf hörte, den Rasen ausgrub, weil er eine segnende Kraft hatte, welcher Aberglaube auch später in Deutschland allerorten Eingang fand.
Was aber diesem Vogel ein so bedeutendes Ansehen verschaffte, war nicht sowohl die Schönheit seines Rufes, als vielmehr ein altes, freilich verdunkeltes Verhältnis, in dem der Kuckuck zum Gott des Frühlings und des Wetters steht. Der feierliche Empfang galt weniger dem Vogel, als der Gottheit, die man sich hinter ihm stehend oder in ihm personifiziert dachte.
Die Kräfte der Gottheit gingen auch auf den Vogel über, und so sehen wir denn den Kuckuck zunächst als einen, Wettermacher“. So erzählt Hesiod in seinem Gedicht, Werke und Tage“, wenn der Kuckuck anfange zu schreien, dann regne es unausgesetzt drei Tage.
Nach der indischen Mythologie ist der Kuckuck der verwandelte Donnergott Indra. Bausanias erzählt, dass Zeus sich in einen Kuckuck verwandelt habe, um Here, die arglose Kronostochter, zu überlisten.
Ebenso war der Kudud dem germanischen Frühlings und Donner Gott Donar geweiht…
Aus diesem Verhältnis des Vogels zu den verschiedenen Gottheiten erklärt sich aber nicht nur sein feierlicher Empfang. Die Kräfte der Gottheit gingen auch auf den Vogel über, und so sehen wir denn den Kuckuck zunächst als einen,Wettermacher“. So erzählt Hesiod in seinem Gedicht, Werke und Tage“, wenn der Kuckuck anfange zu schreien, dann regne es unausgesetzt drei Tage.
Nach Plinius muss der Winzer beim ersten Kuckucksruf den Beschnitt der Rebstöcke bereits beendet haben.
Als Regenvogel kannte ihn früher auch mannigfacher Glaube des Volkes. Allgemein erwartet man Regen oder Sturm, wenn er sich einer Ortschaft nähert, und nach preußischem Glauben naht ein nasser Sommer, wenn im Frühjahr viele Kuckucke schreien.
Wenn der Vogel noch nach Johannis ruft, tritt Teuerung ein, und der Wein wird herbe.. Er verstummt, sobald das Korn in die Uhren schießt. Dann bleiben ihm die Gerstengrannen im Halse stecken zum Verderben seiner Stimme.
Er isst sich dreimal an Kirschen satt, um dann sein Singen einzustellen.
Noch viel gäbe es zu erzählen aber das würde den Rahmen sprengen und würde auch nichts Neues für einander Mal bereit halten ……

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