Die Belagerungsburgen von Montclair

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Es soll es vier Belagerungsburgen gegeben haben.
Saarstein, Buttwag, Gryneck und eine weitere von der der Name und Standort unbekannt sind.
die der Trierer Erzbischof Balduin auf den Höhen über der Saarschleife anlegen ließ, als er 1351 den hartnäckigen Widerstand des Jakob von Montclair auf der Burg Alt-Montclair brechen wollte.
Die Burg „Saarstein“ (auch „Saareck“) lag westlich des Wellesbachtales auf einer nach Süden vorspringenden Bergzunge.
Saarstein“ war zunächst ein Palisaden bewehrter Platz zur Absperrung der Flucht- bzw. Nachschubwege von und zur Burg Montclair. Spezielle Aufgabe von „Saarstein“ war es, einen alten Verbindungsweg zwischen Montclair und seinem Hinterland im Norden zu blockieren, der in seinem Endabschnitt am Rand des Wellesbachtales entlang zur Saar und zu einer Furt zum Montclair-Berg führte.
Um den Weg auch nach dem Fall der Burg Alt-Montclair zu kontrollieren, ließ Erzbischof Balduin nach 1351 die Burg „Saarstein“ in Stein ausführen und zu einer kleinen Festung ausbauen. Berichte über diese Burg gibt es bis ins Jahr 1439. In diesem Jahr verlieh der Trierer Erzbischof Raban die Burg „Saarstein“ als Lehen an Arnold von Sierck, den Erbauer von Neu-Montclair. Arnold ließ die Burg jedoch bald darauf verfallen.
In unserer Zeit war es dennoch möglich, den Grundriss der Burg weitgehend zu rekonstruieren (Robert Seyler). Der Kern der Burg erstreckte sich am Südende der Bergzunge über eine Fläche von etwa 80 x 22 Metern. Im nördlichen Teil, am Steilhang zum Wellesbachtal, befand sich auf dem höchsten Punkt der Bergfried. Nördlich davon, entlang des Weges, lagen Gräben, eine Vorburg und ein Wall.
Heute sind der Hügel der Kernburg, die Gräben, der Wall und die Überreste der Mauern noch deutlich im Gelände zu erkennen. Ebenso ist die Hohlweg-Trasse des alten mittelalterlichen Weges, den die Burg „Saarstein“ kontrollieren sollte, stellenweise noch gut im Gelände zu sehen.
Buttwag. Buttwaag, Bodewoich
Die Burg lag auf halber Strecke zwischen Dreisbach und Steinbach. Der genaue Standort ist nicht bekannt. Die Burg war komplett aus Holz errichtet.
Möglich ist die Lage auf einem Felssporn(1), der ungefähr 400m Luftlinie südlich des Kernwerks von Alt Montclair liegt. Von dort konnte der Weg von Montclair über die Furt bei Dreisbach Richtung Nohn kontrolliert und gesperrt werden.
1: Lage der Burg Saarstein auf einer vorspringenden Bergzunge
Gryneck
Es gibt Hinweise das diese im Bereich Gangolfs gelegen haben soll.
Eine provisorische Befestigungsanlage, allerdings aus Stein erbaut
„am äußersten Graben nach Mettlach zu (von Montclair aus gesehen)“ so die Erwähnung der Burg in einer alten Bannbeschreibung.
Das entspricht etwa dem Terrain zwischen dem Mettlacher Friedhof und St. Gangolf.
In einer Kampfbeschreibung ist vom „Turm Gryneck“ der aus Stein erbaut ist die Rede die Rede.
Errichtet 1344 durch Erzbischof Balduin . Nach 1351 abgebrochen. Nach 1358 nicht mehr vorhanden
Die vierte Burg
Die Lage ist unbekannt. Vermutet wird sie aber im Bereich der Cloef (Zeichung Arthur Fontaine)
Anmerkungen:
Interessant noch das sich eine Steinkugel der Belagerungsmaschinen Balduins in Schwemlingen befindet (beim Haus Kuhn Straße Zum Schotzberg in Schwemlingen im Vorgarten. Herr Kuhn hatte sie während des Saarausbaues, wo man auf die Katapultkugel stieß, von einem Bekannten erhalten. Im Museum der Burg Montclair ist ein weiteres Exemplar des Fundes aus der Saar ausgestellt.(QuelleArthur Fontaine)
Nordwestlich von Dreibach befindet sich ein 1930 erweitertes Wohngebäude, mit Gebäudeteilen die an eine Burg erinnern, das den Namen „Saarstein“ in den Bergfried eingefügt bekam.
Erbaut 1890 vom Steinhauer Zennerund 1928 vom Gastwirt Christnacht aus Merzig (Weißes Kreuz) gekauft.
Im Laufe der Zeit kam es zu Verwechslungen mit der Burg Saarstein. Weil dieser Bereich in der zugehörigen topografischen Karte ab der Ausgabe 1913 plötzlich mit „Saarstein“ bezeichnet wurde. Noch 1954 wurde in einem Artikel der „Saarländischen Volkszeitung“ vom 26. August die Vermutung geäußert, dass an der Stelle des Hauses „Saarstein“ vormals die Burg „Saarstein“ gestanden habe.
Wer sich näher mit der Thematik beschäftigen möchte sei auf folgende Quellen verwiesen: Conrad,Joachim/ Flesch, Stefan (Hrsg.)[1988]:Burgen und Schlösser an der Saar,(😳.)1988
Publikationen von Robert Seyler und Arthur Fontaine.
Weitere Literaturhinweise: https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Montclair#Einzelnachweise

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