Die Jahre um die Konferenz von Nancy (Nanzig) markieren einen Wendepunkt in der europäischen Geschichte. Mit dem Ende des Polnischen Thronfolgekriegs und dem faktischen Verlust Lothringens an Frankreich verschoben sich die Machtverhältnisse im Mosel-Saarraum massiv. Es begann ein zähes Ringen um die Reichsgrenzpolitik.
Besonders im Fokus: Die strategische Achse zwischen Trier und Luxemburg. Frankreich versuchte konsequent, seinen Einflussbereich so weit nach Norden auszudehnen, dass die Verbindung zwischen diesen beiden Bastionen des Heiligen Römischen Reiches unterbrochen wurde.
In diesem Spiel der Mächte nahm Nittel eine Schlüsselrolle ein. Als Grenzort war es weit mehr als nur ein Flecken Land; es war ein Symbol für das ständige Hin und Her im Ringen um Souveränität. Während die Diplomaten in Nancy verhandelten, ging es vor Ort um die nackte Existenz staatlicher Grenzen und die Abwehr französischer Hegemonialansprüche, die Luxemburg isoliert hätten.


KI
