Die vorliegenden Karten dokumentieren eindrucksvoll den Wandel der Wasserwirtschaft rund um die Untere und Obere Dörrmühle, die historisch auch als Gipsmühle von Bedeutung war.
Der Situationsplan von 1864
Auf der Karte von 1864 ist das ursprüngliche System der Wassernutzung deutlich erkennbar:
Der Mühlenbach: Er bildet das zentrale Element der Energieversorgung für beide Mühlenstandorte.
Die Speisung: Der Mühlenbach wurde kontrolliert aus dem Zusammenfluss von Monbach und Dörrmühlenbach gespeist, um ein konstantes Gefälle und ausreichend Wasserdruck für den Mahlbetrieb zu gewährleisten.
Die wasserbauliche Entwicklung (Vergleich 1957 bis heute)
Die zweite Karte verdeutlicht die Veränderung der Bachläufe im Laufe der Jahrzehnte:
Historischer Zustand (Blau & Rot): Ursprünglich wurde Wasser vom Dörrmühlenbach (blau markiert) zum Monbach (rot markiert) geleitet.
Nach deren Vereinigung bildeten sie den Mühlengraben (oder Mühlenbach, grün markiert). Dieser künstlich angelegte Graben ist selbst heute noch abschnittsweise von der Landstraße aus in der Landschaft auszumachen.
Zeitschnitt 1957–1965: In diesem Zeitraum verzeichnet die Kartografie noch den aktiven oder zumindest physisch vorhandenen Mühlenbach.
Zeitschnitt 1978–1982: Die Karten zeigen hier eine maßgebliche Veränderung der Hydrographie. Der Monbach mündet nun direkt in den Dörrmühlenbach. Aber der Zulauf des Dörrmühlenbach ist noch teilwiese vorhanden. Dort ist heute eine kleine Weiheranlage.
Heute fließt der Monbach ohne Umwege in den Dörrmühlenbach.

1864


1888

1970ziger Jahre

Views: 0
