Vom Funken zur Katastrophe: Warum Dürre unsere Wälder brennen lässt

Eine lang anhaltende Dürre entzieht Wäldern und Wiesen jegliche Feuchtigkeit und verwandelt sie in ein extrem entflammbares Pulverfass. Die Trockenheit liefert damit den Nährboden: Sie bestimmt, wie explosiv sich ein Feuer ausbreitet und wie enorm das Ausmaß der Zerstörung wird.
Den eigentlichen Auslöser liefert jedoch fast immer der Mensch – ob durch vorsätzliche Brandstiftung oder schiere Unachtsamkeit. Eine aus dem Fenster geworfene Zigarettenkippe, die heiße Auspuffanlage eines auf trockenem Gras geparkten Autos oder der Funkenflug einer Erntemaschine reichen völlig aus.
Unter normalen, feuchten Bedingungen würde derselbe Funke meist wirkungslos im kühlen Unterholz verlöschen oder höchstens ein kleines, leicht zu löschendes Kokeln verursachen. Erst das Zusammenspiel aus menschlicher Ursache und extremer Dürre führt dazu, dass aus einem kleinen Funken ein unkontrollierbarer Katastrophenbrand wird.
Deutschland leidet nicht nur unter zu wenig Regen, sondern unter einem Speicher- und Verteilungsproblem. Um der Dürre entgegenzuwirken, fordern Experten den Wandel hin zur sogenannten „Schwammlandschaft“: Das Wasser muss durch Moorrenaturierung, Rückbau von Drainagen und Entsiegelung wieder in der Fläche gehalten werden, anstatt ungenutzt ins Meer zu fließen.

Grafik KI

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