Alte Laufbrunnen (Stock-, Röhren- oder Kumpbrunnen) bildeten über Jahrhunderte das Herzstück der öffentlichen Wasserversorgung. Im Gegensatz zu Schachtbrunnen floss das Wasser hier über Quellleitungen ununterbrochen aus Strahlrohren (Zeuten). Heute dienen die historischen Anlagen vor allem als Zierbrunnen, Kulturdenkmäler oder schattige Rastplätze.
Vor rund 100 Jahren waren sie jedoch weit mehr als bloße Nutzeinrichtungen: Sie funktionierten als der zentrale Nachrichtenknotenpunkt eines jeden Dorfes und Stadtviertels. Beim täglichen Wasserholen trafen sich Dienstboten, Frauen und Handwerker, um Neuigkeiten und Tratsch auszutauschen. Zudem waren sie Treffpunkt für die Dorfjugend und tränkten das Vieh auf dem Weg von und zu den Weiden – das Plätschern des Brunnens bildete den gewohnten Hintergrundton des öffentlichen Lebens. Wo befindet sich dieser Brunnen?

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