Hl.Gertrud die erste Gärtnerin**

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**Bauern/Wetterregel:**
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Die Gertrud mit dem frommen Sinn, sie ist die erste Gärtnerin.

Gertrud nützt dem Gärtner fein, wenn sie sich zeigt mit Sonnenschein, sagt der Volksmund. Die Frühlingswärme kommt, die Bienen nehmen ihren Ausflug, das Stallthier geht wieder zur Weide.
Traditionell sollten die Beete bis Mitte März gelockert bzw. umgegraben sein. Was diese Jahr durch die hohe Feuchtigkeit des Bodens schon schwierig sein kann.

Gertrud war eine Tochter von Pippin dem Älteren und Itta von Nivelles, ihr Bruder war Bavo von Gent, ihre Schwester Begga. Sie wurde, als ihre Mutter 652 starb, Leiterin des von dieser gegründeten Klosters in Nivelles – wird aber in keiner Quelle als Äbtissin bezeichnet.
Ihre Kindheit verbrachte Gertrud auf der Königspfalz der Merowinger. Schon als junges Mädchen sollte sie eine standesgemäße Hochzeit mit dem fränkischen Herzog Rigulf eingehen, was sie jedoch vehement ablehnte. Gertrud wird auch fälschlich als Schwester von Karl „dem Großen” betrachtet. Gertrud starb am 17. März 659 im Alter von 33 Jahren in Nivelles; ihr Todestag wurde ihr von einem irischen Mönch exakt prophezeit. Gertrud wurde im Kloster Nivelles bestattet und bereits kurz nach ihrem Tod wie eine Heilige verehrt. Sie gehrte zu den populärsten Heiligen des Mittelalters

In Nivelles südlich von Brüssel findet jährlich im Herbst eine große Prozession statt, wobei der Schrein der hl. Gertrud um die Stadt gefahren wird. Eigentlich ist der 17. März ihr Gedenktag, doch da Sankt Michael als Stadtpatron von Nivelles verehrt wird, verband man seit dem 13. Jahrhundert beide Gedenkanliegen zum großen Festumzug am Michaelstag (29. September) oder am darauf folgenden Sonntag.

Sie war wie die Legende weiß ihr Leben hindurch eine fleißige Spinnerin. Der Teufel konnte dem nicht länger zuschauen: er musste die fromme Spinnerin auf ihre Geduld erproben, vielleicht gelang es ihm, sie in Zorn zu bringen. Er verwandelte sich in eine Maus, die den Spinnrocken hinaufklettert und in die Faden beißt. Alles vergeblich! Mit Geduld, und Gebet vertrieb die Äbtissin die Maus, die sie nun in Ruhe ließ. Seither ist Gertraud Patronin gegen schädliche Nagetiere und wurde angerufen auch bei den Feldfrüchten schädlichen Mäuseplagen.

Ihre Fürsprache soll Ratten und Mäuse fernhalten, Gärtner, Pilger, Arme und Witwen verehren sie.

Ebenso wird sie als Patronin der Krankenhäuser; der Armen, Witwen, Pilger und Gefangenen, Herbergen und Reisenden, Gärtner, der Feld- und Gartenfrüchte, der Katzen; gegen Ratten- und Mäuseplagen, gegen Fieber gesehn.

Sie bemühte sich vor allem um die Bildung der weiblichen Jugend.

**Altes Brauchtum:** Die Immen soll man an „Gertrudatag“ (17. März) aufstellen und nicht vorher. Der Stock wird zuvor mit Dreifaltigkeitswasser besprengt; auf das Bodenbrett legt man gerade vor das Flugloch Dreikönigssalz.

Mit solchen Ausschwärmen mag es etwa gedanklich zusammenhängen, dass Gertraud auch als Patronin der Reisenden und Meerfahrer galt und beim Abschiede man die Gertrudenminne trank.

In Luxemburg mußte die Ackermast die auf Remigius (1Oktober) anfing gemäß den Weistümern mit Gertrudentag aufhören.

Es scheint auch für Handwerker an verschiedene Orten die Vorschirft bestanden zu haben vom Gertrudentag an ohne Licht zu arbeiten.

Nach Überlieferungen aus dem 15 Jahrhundert wird die Seele nach ihrem Ableben in der ersten Nacht von der hl. Gertrud geherbergt, in der zweiten beim hl. Michael Aufnahme finden und erst in der dritten gerichtet werden.

Sie stand auch in Beziehung zu den Frühlingsvögeln.

Dem Storch, Kuckuck und dem Specht. Die beiden **Gertrudenvögel **Kuckuck und Specht rufen oder hacken den Frühling nur ein, wenn er gesichert erscheint.

Schreit der Kukuk früh im März, so giebts einen guten Frühling.

… wie immer nur ein Auszug der Informationen zu diesem Thema

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