Chronik Scheuerwald

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(ohne Anspruch auf Vollständigkeit)
Verkürzte Version.
Römische Siedlungsspuren im Gebiet des Scheuerhofes. Möglicherweise auch keltische Siedlungsspuren.
Jahresbericht der Gesellschaft für nützliche Forschung zu Trier 1894-1899: “In einem Thal oberhalb von Dreisbach wurden ein römischer Mühlstein und zerstreute Bruchstücke von Ziegeln gefunden.“ Wird auch von Klaus Ollinger erwähnt.
1152-1160 Ein Heisso von Horreum (Scheuren) schenkt sein Allod Scheuren und die Kirche zu Reimsbach dem Kloster Mettlach.
1280 Nach Scherhag wurde dies Allod wieder verschenkt durch (oder an ??) Johann von Kerpen und Anna, seine Hausfrau
1333Schurin
1495 Kloster Mettlach war Grundherr von Scheuern (Schuren).
1498 Abt von Mettlach Grundherr zu Schuren.Herzog zu Lothringen hat Rechte in Scheuren und an einer benachbarten Mühle, der Blechmühle
1519 In einer alt-lothringischen Steuerliste wird der Ort nicht mehr aufgeführt
1563 Feuerbuch: drei Feuerstellen zu Scheuren
1565 Weistum Herzog von Lothringen Oberlehnsherr von Scheuren. Es stand kein Dorf mehr
1586Scheuerberg
1604 bewilligte der Herzog von Lothringen den Einwohnern von Nohn, Wehingen und Bethingen eine Zuteilung aus dem Scheurer Bann
1621verzichten diese wieder auf das Scheuerner Land zu Gunsten von Remacle von Bockenheim, Amtmann auf Schloss Siersburg.
1629 Erhielt ein edler Herr von Bockenheim die Erlaubnis vom Herzog von Lothringen, dort einen Hof mit zwei Pächterwohnungen zu bauen, den „Scheuerhof“
1642/43 Nach dem Tod ihres Mannes verkaufte Frau von Bockenheim den Hof, später noch die Blechmühle, an das Kollegium der Jesuiten Trier
1648 Die Jesuiten verpachteten den Hof an Schneider Claas von Tünsdorf und Leudtes Hans von Faha
1650 wurde der Hof von Sebastian Wagner von Nohn und Johann Weisdorf von Büschdorf gepachtet.
1690 Johannes Biwer von Zolver (Lux)
1695 Hans Adam Roth aus Reimsbach verlässt als Pächter die Mühle, (Blechmühle) und den Hof.
1719 Peter Ernst Caspar von Wellingen
1727 Witwe Caspar Caspar
1730 verpachtet an die Einwohner von Nohn Wehingen, Bethingen
1730 erwähnt als Scheuerhof
1749 Johannes Kaiser aus Beckingen. Ihm wurde aufgeben, Obstbäume zu pflanzen
1749 Im selben Jahre schlossen die Patres mit den Schiffern Jacob Oberkonz und Michael Thieser von Saarhölzbach einen Vertrag zur Lieferung an den Kran in Trier. Die große Pfarrei Tünsdorf beanspruchte den Zehnten
1773Aufhebung des Jesuitenordens. Ob der Hof dann an das Trierer Priesterseminar ging, ist nicht feststellbar
1778 hieß es, dass die Padres eine Kapelle zu Ehren des hl Ignatius erbaut haben
1779 erhielt der aufgelöste Jesuitenorden den Hof vom König von Frankreich wieder zurück
1791-93 Während der Zeit der französischen Revolution als Nationalgut eingezogen
1803 von Herrn Dysing aus Launstroff zusammen mit der Wehinger Kapelle ersteigert. Hauskapelle wurde abgerissen
Das Gut kam an seine Tochter die mit Hubert de Musiel, Seginieur de Berg et de Saargow, verheiratet war. Die besaßen die Güter, die von der Fam. Diwo verwaltet wurden, bis 1907-09 und nutzten es als Jagdsitz
1904Großbrand
1905Versteigerungsanzeige in der MVZ.
1909 von Nikolaus Becker aus Tünsdorf ersteigert
Anfang der 20ziger Jahre wurde auf dem Gelände ein von Einheimischen geführtes „Gasthaus zur Sommerfrische“ betrieben.
1933 Becker verkaufte den Hof an den Diplom Landwirt Grundies und seine Frau Martha geb. Neyses
1941 bis 1949verpachtet Hennig Grundies den Hof an Johann Scholtes.

1949Verkauf an die Sparkasse Saarbrücken.
Zeitweilig ein beliebtes Ausflugsziel der KSK, die hier ein Erholungsheim für ihre Angestellten mit angeschlossener Ausflussgaststätte betrieb und als Tagungsort von Berufsverbänden genutzt.
1955 vom Staat (Saarland) abgekauft
1955-1980 In Betrieb als Lungenheilanstalt (Eröffnung 1958)
1961 zählt der Wohnplatz Scheuerhof 27 Einwohner
1965 Bau eines Wirtschaftsgebäudes, 1968-70 Bau einer Pockenstation, 1969 großer Besucherparkplatz, 1972 Bau einer Desinfektionsanlage,
1980 das Aus
1986 Zum Verkauf angeboten, 1988 Hotelkomplex mit Sport und Erholungsheim geplant SZ
1990 Gerücht Managerzentrum mit Golfplatz SZ, Zweites Aufnahmelager für Asylanten
1992Unterbringung von Asylanten geplant
1995 neuer Besitzer die Gesellschaft ITE
Feb 2009 Gemeinderat Mettlach spricht sich für ein Jagd-Schießsport-Leistungszentrum aus
2010 Abriss
2012 Internationales Jagd- und Sportschießleistungszentrum Scheuerhof geplant.
30 Dezember 2020 SZ Investorengruppe aus Luxemburg plant ein Seniorenzentrum und ein Hotel.
Quelle: Urkundliche Geschichte der Abtei Mettlach, Anton Jacob Artikel, Trierer Stadt und Bistumsarchiv, Die Wüstungen des Saarlandes, Klaus Ollinger„Geschichten und Sagen von Saar und Mosel“, MVZ und SZ Artikel, Ulrich Sperber, Michael Osa, eigene Bestände.
Ausschnitt Karte Scheuerhof und Umgebung 1722

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