Auf eine Frage von Biolandhof Schlossgut Pillingen zur Bürgermeisterei Borg.
Das Thema ist sehr komplex und auch die Quellenlage sehr umfangreich.
Eft-Hellendorf und Merschweiler gehörten nie zur Bürgermeisterei Borg, da sie unterschiedliche historische territoriale Zugehörigkeiten hatten.
Die preußische Bürgermeisterei Borg (1816–1846) umfasste ausschließlich die vier Gemeinden Besch (mit Hecken-Mühle), Borg (mit Hof Pillingen), Wochern und Mandern (mit Dermichermühl).
—Eft-Hellendorf hatte im Mittelalter andere Grundherren – die Herren von Niedbrück und das Trierer Domkapitel – und gehörte vor 1795 nicht zum luxemburgischen Quartier Remich wie die Borg-Gemeinden, sondern zu wechselnden Herrschaftsgebieten (z. B. Kurfürstentum Trier oder Herzogtum Lothringen).
—Manderen (Mandern) in Lothringen war ein Sonderfall: Es war seit 1346 ein luxemburgisches Lehen und damit Teil des Herzogtums Luxemburg, lag aber als kleine Enklave mitten in lothringisch‑französischem Gebiet. Vor der Französischen Revolution gehörte Manderen daher – genau wie Borg, Besch und Wochern – zum luxemburgischen Bereich der Österreichischen Niederlande und wurde in der josephinischen Landesaufnahme als „Luxemburg‑Enklave“ kartiert. Nach der französischen Annexion wurde der Ort dem Département des Forêts, Kanton Remich, zugeschlagen und hing verwaltungsmäßig mit Borg zusammen; diesen Verband übernahm Preußen nach 1815 im Wesentlichen unverändert als Bürgermeisterei Borg. Erst durch die Grenzkonvention vom 23. Oktober 1829 trat Preußen Manderen endgültig an Frankreich ab; damit endete auch die vorübergehende Zugehörigkeit Manderns zur Bürgermeisterei Borg.
–Merschweiler in Lothringen (Merschweiller) lag zwar ebenfalls im Dreiländereck und stand historisch unter Lothringer und Luxemburger Herren, gehört aber seit 1661 fest zu Frankreich; es war deshalb nie Teil des luxemburgischen Quartier Remich und wurde weder der Mairie Borg noch der preußischen Bürgermeisterei Borg zugerechnet.
Zugehörigkeit zu Frankreich seit der Regelung im Umfeld des Frieden von von Vincennes keine Einbindung in luxemburgische Verwaltungsstrukturen (Quartier Remich)
daher weder Teil der französischen Mairie Borg noch der preußischen Bürgermeisterei
Zugehörigkeit zu Frankreich seit der Regelung im Umfeld des Frieden von von Vincennes keine Einbindung in luxemburgische Verwaltungsstrukturen (Quartier Remich)
daher weder Teil der französischen Mairie Borg noch der preußischen Bürgermeisterei
Die Zugehörigkeit zur Bürgermeisterei Borg folgt nicht ethnischen, geografischen oder heutigen Grenzlogiken, sondern strikt der Übernahme napoleonischer Verwaltungseinheiten durch Preußen.
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Borg, Besch, Wochern, Mandern → gemeinsamer luxemburgisch-französischer Verwaltungszusammenhang
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Eft-Hellendorf → andere Herrschafts- und Verwaltungsentwicklung
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Merschweiler → früh und dauerhaft französisch integriert
Antwort mit Hilfe von KI Perplexity Ai Plus. Das Quellenverzeichnis dazu ist sehr umfangreich und auch exakt. Ich habe Fragen zu der territorialen Zugehörigkeit der Dörfer gestellt und auch Text aus alten französischen Quellen eingefügt usw …

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