Antonius Wallfahrt Oberesch 192 Jahre seit 24. Mai 1834

„Am 24. Mai 1834 ging erstmalig am Samstag vor Dreifaltigkeit die Wallfahrt als Wallfahrt zu Ehren des Hl. Antonius des Einsiedlers zu dieser neu erbauten Antoniuskapelle nach Oberesch. Aus dem Schwerdorfer Bittgang ist der „Oberescher Tag“ geworden.“
„Heiliger Antonius lass uns das Verlorene wieder finden…“ das war meine erste Beengung mit dem Heiligen. Diesen Satz kenne ich von meiner Uroma (+1969), die aus Oberesch stammte. Darum auch sicher Ihr Bezug zu diesem Heiligen.
Die Wallfahrt bei Oberesch geht auf eine alte Pilgertradition aus dem Raum Mettlach zurück, an der Schwerdorf schon im Mittelalter beteiligt war. Nach dem Dreißigjährigen Krieg führte der Weg der Wallfahrt zunächst nach Neunkirchen und dann nach Burgesch zur Wendelinuskapelle. Nachdem die Bewohner von Oberesch 1723 die Kapelle gebaut hatten, zog die Pfarrei Schwerdorf am dritten Tag der Bittwoche dorthin.
Ab 1780 wurde es Brauch, die Wallfahrt am Pfingstfreitag statt nach Neunkirchen nach der Wendelinuskapelle in Burgesch zu halten; sie wurde rasch beliebt, und Pilger aus vielen Dörfern kamen jedes Jahr zusammen. Mit der Wallfahrt war nach dem Chronisten auch ein „Kinder-Zeug-Markt“ verbunden.
In der Französischen Revolutionszeit ging die Kapelle vorübergehend verloren, wurde später aber zurückgekauft, worauf erneut viele Pilger am Pfingstfreitag zur Kapelle kamen.
Mit dem Neubau der Kapelle in Oberesch 1831–33 wurde der hl. Antonius der Einsiedler zum Hauptpatron, während der hl. Wendelinus und der hl. Petrus von Mailand Nebenpatrone blieben.
Der „Antoniustag“ war früher besonders bei Bauern beliebt, weil man den heiligen Antonius den Einsiedler als Schutzpatron für die Schweine verehrte. In einer Zeit, in der Tierkrankheiten häufig waren, hatten die Leute für jedes Nutztier eigene Heilige als Fürsprecher. in Flasdorf den Hl. Eligius für die Pferde, in Zieringen den Hl. Gallus für die Kühe
An verschiedenen Orten im Trierischen, auch in Oberesch,
wurden am Patronatsfest des Heiligen Stücke von Schweinefleisch gesegnet, die dann an die Armen verteilt wurden.
Quellen: Obersch, Mittelpunkt der Antoniusverehrung auf dem nördlichen Gau. Von Bürgermeister Johann Colbus in Festschrift zur Weihe der Filialkirche St. Antonius des Einsiedlers in Oberesch 1970, — Die Verehrung des hl. Antonius an der Saar von Dr. Anton Jacob Saarländische Volkszeitung (SVZ) vom 21.01.1948, — Antonius mit dem Schwein von Sverre Arstad , Saarländischer Bauernkalender Erscheinungsjahr: . 1954

Kapelle Oberesch


Kapelle Oberesch um 1970


Das Innere der Kapelle um 1970


Der heilige Antonius mit dem Schwein


Artikel SVZ 6 Juni 1966


Festschrift 1970

Views: 0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert